Geschichte des Sonnenschirmes |
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Schattenhafte Vergangenheit Die Anfänge des Sonnenschirms liegen im Dunkel der Vergangenheit, erste Prototypen gab es jedoch bereits 3'000 v. Chr. in Ägypten, sowie in Assyrien [Quelle 801, Seite 157]. In Asien gibt es eine chinesische Legende, derzufolge bereits im Jahr 2202 vor Christus der erste Sonnenschirm gebaut wurde [Quelle 789, Seite 6]. Bald darauf machte der Schirm eine steile Karriere und schaffte es zum dritten Mitglied in der Riege der Herrschaftsinsignien, zusammen mit Schwert und Szepter. Sonnenschirme waren noch bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts im asiatischen Raum ein Zeichen des Königs oder Kaisers [Quelle790, Seite 13] und durften in bestimmten Farben und Ausführungen auch nur von diesen getragen werden. Auch in Ägypten und dem Zweistromland um den Tigris und Euphrat wurden Schirme gegen die Sonne schon um die Zeit 2000 v.Chr. verwendet, wie zahlreiche Bilddokumente beweisen. Die Schirme waren zumeist aus Schilf oder Blättern gefertigt. Es existiert sogar eine Hieroglyphe für „Sonnenschirm“, welche gleichzeitig Macht und Hoheit symbolisiert. Im antiken Griechenland galt der Schirm zum Schutz gegen die heiße Sonne gelegentlich als „weibisch“, so jedenfalls entsprechende Literaturverweise, andererseits hielt der große Philosoph Sokrates es für schicklich, seiner Frau einen Schirm zu schenken. Ein Zeitgenosse von Sokrates, der Dichter Aristophanes, spottete über eine Figur in einem seiner Dramen: „Seine Ohren waren ausgespannt grad wie ein Sonnenschirm und klappten wieder zu“ – was beweist, dass auch im alten Griechenland Schirme zu öffnen und zu schließen waren [Quelle 790, Seite 11]. In Mitteleuropa ist der Sonnenschirm im ausgehenden Mittelalter bekannt geworden, besonders fiel er Reisenden aus England in Italien auf, die sich sehr verwundert über die Sitte vor allem italienischer Frauen äußerten, sich mit einem Schirm, der meist aus Leder und Rohr gefertigt war, vor der heißen Sonne zu schützen. Aber auch die Mächtigen dieser Zeit, wie der Papst oder der Doge von Venedig nutzten einen Schirm, der natürlich nicht von ihnen selbst getragen wurde, sondern von einem Diener über sie gehalten wurde, nicht nur zum Schutz, sondern auch als Symbol der Würde des Amtes.
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